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Die Jahreskreisfeste
Imbolc

1. Februar -
Kerzenfest
Fest der Reinigung, des
Lichts und der Fruchtbarkeit.
Symbole: Kerze und
Herdfeuer
Imbolc (auch als Tag der
Heiligen Brigid bekannt) ist der Tag zwischen der Wiedergeburt des Lichts und
der Manifestation des Lebens an sich. Die Tage werden länger, doch die Nacht ist
immer noch länger als der Tag. Es ist Zeit, das Heranwachsen des Sonnengottes
und das damit verbundene Versprechen neuen Lebens zu feiern. Imbolc ist der
Beginn des Frühlings.
"Imbolc" bedeutet "im
Schoß": Das neue Leben ruht noch
im Schoß der Erde, beginnt sich aber schon zu zeigen. Das erste Frühlingslicht
wird mit Fackeln und Kerzen begrüßt und verstärkt. Imbolc ist der Göttin des
neuen Lichts, der
Quellen und der Dichtung, Brigid, geweiht. Auch hier ist wieder einmal ein
heidnisches Fest von der Kirche vereinnahmt worden, eben Lichtmess.
Ostara

21. März
- Frühlings-Tag- und
Nachtgleiche
Vogelfest - Rückkehr der
Vögel
Symbole: Hasen,
Schwalben und Eier
Das große Frühlingsfest
am 21. März symbolisiert die Zeit des Neuanfangs. Mit im Zusammenhang stehen der
Frühjahrsputz und die Frühlingsdiät zu Reinigung und Entschlackung des
Körpers.
Bei den Germanen war
dieser Tag der Göttin Ostara gewidmet.
Das Vogelfest des
Frühlings. Früh morgens ging das Volk hinaus, um nach Zugvögeln Ausschau zu
halten. Wenn sie gesichtet wurden, wurde anschließend geschmaust und gefeiert.
Die heutige Verbindung von Eiern und Küken zu dieser Zeit (Ostara) ist einer der
vielen Überreste unserer alten Kultur. Ostara ist die Zeit des Gleichgewichts
zwischen Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht. An diesem Tag sind deren Kräfte
ausgeglichen. Ostara ist die Rückkehr des Lebens, das Eis und der Schnee ist
geschmolzen, die Tiere wachen von Ihrem Winterschlaf auf. Der Wind ist nicht
länger kalt und die Pflanzen zeigen bald ihre Knospen. Es ist die Zeit um die
Rückkehr der Göttin als Jungfrau des Frühlings zu feiern.
Die Rückkehr des Lebens.
- Das erste Sonnenfest nach den Rauhnächten ist das Frühlingsäquinoktium, das
bei den Germanen der Göttin des jungen Lichts und Lebens, Ostara, geweiht ist.
"Ostern" ist ein heidnisches Wort, das die Kirche vereinnahmte, als sie ihr
Passah-Fest auf den Frühlingsvollmond verlegte, um das gleichzeitige heidnische
Fest zu konkurrenzieren.
Nach der traditionellen
Zählung ist es nicht der Beginn, sondern die Mitte des Frühlings. Zu Ostara
feiern wir die Wiedergeburt der Natur aus dem Todesschlaf des Winters, das
Erwachen der leben spendenden Kräfte und die neue Kraft, die uns die Natur und
die Götter jetzt schenken.
Frisch erblühte
Weidenzweige, Eier und Hase sind heidnische Festsymbole. Zum Ostarafest
geschöpftes Wasser (Ostarawasser) hat reinigende, heilende und weihende Wirkung.
Die Gottheiten (germanische), die außer Ostara dieses Fest bestimmen, sind Freyr
und Freyja, die frucht spendenden Vanen, und Thor, der Sohn der
Erde.
Beltane
30. April -
Feuerfest
Fest des Feuers und der
Blumen.
Symbole: Feuer, Blumen,
Maibaum
Eines der wichtigsten
Feste. In der Nacht zum 1. Mai wird die Vereinigung der Göttin mit dem Gehörnten
gefeiert. Beltane-Feuer werden angezündet.
In der Nacht vom 30.
April auf den 1. Mai gingen unsere Vorfahren in eine Waldlichtung und
entzündeten ein großes Feuer. Sie tanzten die ganze Nacht um das Feuer herum,
sangen und tranken. Gegen den Sonnenaufgang verschwanden Pärchen und solche, die
sich gefunden hatten im Wald und liebten sich. In Deutschland ist dieses Fest
auch unter dem Namen "Walpurgisnacht" bekannt, wo die "Hexen in einem Hain
halbnackt um's Feuer tanzen".
Beltane ist der Übergang
vom Frühling zum Sommer und bedeutet so was wie "leuchtendes Feuer" oder "Feuer
des Bel" (Belenos). Es ist ein Fest der Reinigung und der Fruchtbarkeit, der
Zeit der Stärke und Reife. Belenos ist der keltische Lichtgott, der Baldur
entspricht. Der Gang zwischen zwei Beltane - Feuern reinigt und hält Seuchen
fern. Viele Beltane - Riten leben in bäuerlichen Maibräuchen
fort.
Der Maibaum ist zugleich
Fruchtbarkeitssymbol und Repräsentant des Weltbaums, an dem der Schamane durch
die Welten reist. Denn wie zu Samhain, das am Jahresrad gegenüber liegt, steht
zu Beltane die Anderswelt offen. Daher ist der Vorabend, die Walpurgisnacht, ein
magisches Datum - bekanntlich das Fest der
Hexen.
Litha
21. Juni
-
Sommersonnenwende
Fest der Eichen und der
Magie.
Symbole: Eiche und
Eichenlaub
Am 21. Juni steht die
Sonne an ihrem höchsten Punkt und die Nacht ist die kürzeste des Jahres. Feuer
um die getanzt oder über die gesprungen wird spielen auch hier eine große Rolle.
Die Sommersonnenwende,
die astronomisch den Sommerbeginn markiert, ist traditionell die Mitte des
Sommers: der längste Tag, an dem die Sonne den Höhepunkt ihrer Entfaltung
erreicht, von dem an sie schwindet. Er ist mythisch mit dem Schicksal Baldurs,
des Sohns der Sonne, verbunden, der wie die Sonne in der höchsten Blüte seines
Lebens stirbt. Er wird mit der beginnenden Wiederkehr der Sonne im Winter
wiedergeboren werden, so dass der Mittsommer ein freudiges Fest ist.
Wir feiern im
Bewusstsein, dass ihm im Kreislauf des Seins unweigerlich der Abstieg folgen
muss, den Höchststand der Sonne mit einem großen Feuer. Das Hinabrollen
brennender Sonnenräder über Hänge und das Schwingen von Fackeln im Kreis
symbolisieren die ewige Drehung des Jahres-Rades. In der keltischen Tradition
ist Mittsommer den Muttergottheiten geweiht, in der germanischen dementsprechend
auch Baldurs Mutter Frigg. Dabei gilt wie bei allen Festen, dass wir immer die
Götter als Ganzheit verehren, also stets alle Götter angerufen werden, auch wenn
es bei jedem Fest Gottheiten gibt, mit denen es besonders verbunden
ist.
Lughnasadh
1.
August - Kornfest
Fest
der Fruchtbarkeit und Ernte.
Symbole:
Sichel, Brot und Weizen
Das
Fest der Fülle und des Überflusses wird am 2. August gefeiert. Man dankt den
Göttern mit Opfergaben für die blühende Natur und das reife Korn und bittet sie
um eine reiche Ernte. Viele Erntebräuche sind auch heute noch
erhalten.
Das
deutsche Wort Herbst und das nordische haust (gesprochen: höist) bedeuten wie
das englische harvest eigentlich "Ernte". Als Schutzgott der Bauern wird dabei
auch Thor besonders verehrt. Mit dem Herbstfest, nach dem Hauptteil der Ernte,
beginnt die dunkle und stille Zeit des Jahres, in der die Nächte länger als die
Tage sind. Sie ist eine Zeit der Sammlung und Verinnerlichung, in der wir die
Keime für Dinge legen können, die im Frühling wachsen sollen, auch im
übertragenen Sinn. In der keltischen Tradition ist Alban Elfed dem göttlichen
Kind Mabon ("Sohn") geweiht, der wie der griechische Dionysos in die Unterwelt
hinabsteigt und wiedergeboren wird. Auch die Mysterien des Dionysos wurden im
Herbst gefeiert.
Der
Herbst beginnt mit Lughnasadh, dem ersten der (mit Alban Elfed und Samhain) drei
keltischen Erntefeste. Sein englischer Name Lammas kommt vom altenglischen
hlafmesse, weil dabei die ersten Brotlaibe aus der neuen Ernte geopfert wurden.
Der keltische Festname kommt von Lugh, dem Gott druidischer Weisheit, der Odin
entspricht. Die Angst der Römer und später der Kirche vor den Druiden bewirkte,
dass Lughnasadh nicht christlich vereinnahmt, sondern zum Unglückstag erklärt
wurde: Lugh wurde mit Luzifer identifiziert, Lughnasadh zum Tag vom Luzifers
Sturz in die Hölle. Die Bauern übertrugen daraufhin die Lughnasadh-Bräuche auf
andere Erntefeste.
Mabon
21. September - Herbst-Tag-
und Nachtgleiche
Weinfest - Erntedankfest
Symbole: Weinrebe, Traube,
Füllhorn
Wird
heute als Erntedankfest gefeiert. Mittelpunkt des Festes ist eine üppige
Mahlzeit, mit der man für die reiche Ernte dankt. Als Zeichen der Dankbarkeit
wirft man drei Früchte zu Ehren der Kornmutter über die Schulter. Bei der
Getreideernte bleibt die letzte Garbe zusammengebunden stehen oder wird
überhaupt nicht geschnitten. Das Fest steht für den Feierlichen Abschied vom
Sommer und ist die innere Vorbereitung auf den Winter.
Samhain
Nacht
zum 1. November - Totenfest
Fest der Toten und der Anderswelt
Symbole:
Kürbis, Mais, Schädel
Ursprünglich das
keltische Neujahrsfest,
heute noch der erste Tag
des Hexenjahres.
An diesem Tag werden
Ritualgegenstände geweiht und neue Hexen initiiert. Die Kelten glaubten, dass in
dieser Nacht der Herr des Todes die bösen Seelen zu sich rief. Deshalb wurden
Schutzfeuer entzündet, um die Geister zu bannen. In dieser Nacht soll es auch
möglich sein, mit den Seelen der Verstorbenen zu kommunizieren. Irische
Einwanderer brachten diese Traditionen mit nach Amerika, wo am 31. Oktober
Halloween gefeiert wird. Im Hexenglauben stirbt der Gehörnte Gott an diesem
Tag.
Das vielleicht
unheimlichste Fest, aber auch ein sehr interessanter Tag: Am November-Vorabend
ist der Schleier, der unsere Welt von der Anderswelt trennt am dünnsten
(besonders im Nebel). Die Bewohner der Anderswelt, Feen und Elfen, kamen
manchmal zu uns, und nahmen Menschenkinder, die sie für würdig befanden, mit in
ihre Welt. Die Eltern hatten Angst und höhlten Kürbisse aus und schnitzten
erschreckende Gesichter hinein (höchstes druidisches Symbol für Schutz). Dann
wurde der Kürbis mit einer Kerze ans Fenster gestellt, um die Feen und Elfen
abzuschrecken. Zu Samhain steht die Anderswelt offen, Vergangenheit und
Gegenwart verbinden sich, die Geister der Ahnen werden wach.
Durch das rituelle
Gedenken leben sie in unserem Geist weiter. Wir werden uns bewusst, dass sie ein
Teil von uns und wir ein Teil von ihnen sind - und dass der Tod ein Teil des
Lebens und das Totenreich ein Teil der Welt ist, ohne den es kein Leben
gibt.
Samhain ist das Ende des
alten Jahres und der Beginn des Neuen. Es ist ein Fest des Abschieds, bei dem
die Verstorbenen geehrt werden. Anders als die Christen glauben die meisten
Heiden an die Reinkarnation, so dass der Tod eine Notwendigkeit für neues Leben
darstellt.
Samhain ist ein Fest des
Todes und der Hoffnung auf neues Leben. Auch markiert Samhain den Beginn des
"Dunklen Jahres", den introspektiven Teil des Jahresrades, in dem man auf und
vor allem in sich selbst schaut. Früher war die Zeit nach Samhain diejenige, in
der die Leute vorwiegend im Haus blieben. Es ist eine stille, tote Zeit. Die
Natur bereitet sich darauf vor, bis Imbolc zu ruhen, die Zugvögel sind im warmen
Süden und das Land ist kalt und grau. Wenn sich nun die Naturenergien zur Ruhe
begeben und die Dunkelheit des Winters regiert, ist es Zeit, sich selbst zu
beobachten, auszuruhen und sich auf das kommende Jahr vorzubereiten. Es ist Zeit
für einen Rückblick auf das, was im gerade vergangenen Jahr getan wurde und was
das Jahr und die eigenen Taten gebracht haben. Es ist eine Gelegenheit, sich
selbst kennen zu lernen. Samhain ist das Fest, an dem Mutter Erde sich zur Ruhe
begibt.
Yule

21.
Dezember
- Wintersonnenwende
Wiedergeburt
der Sonne
Symbole:
Mistel, Tanne, Hirschgeweih
Gefeiert wird die
längste Nacht des Jahres und die darauf folgende Rückkehr des Lichts, ebenso wie
die Geburt des Gehörnten Gottes durch die Göttin.
Die
Yulenacht ist die längste Nacht des Jahres. Das Yulefest ist ein Wendepunkt, ein
Anfang. An diesem Tag feiern wir die Rückkehr von Licht und Leben. Yule ist der
Geburtstag des Sonnengottes, der Tag des Triumphes des Lichts über die
Dunkelheit. Selbst die Christen haben dies beibehalten und haben aus diesem Fest
ihr Weihnachten gemacht, den Tag, an dem ihr "Sonnengott", Jesus, geboren wird.
Allerdings muss man bedenken, dass die Christen diesen Festtermin an sich
gerissen haben, indem sie die Geburt Jesu willkürlich auf die Zeit der
heidnischen Wintersonnenwendfeste verlegten. Bekanntermaßen ist Jesus nicht im
Winter, sondern an einem Tag im Frühling geboren worden.
Der
altgermanische Festname Yule ist ein Mehrzahlwort, denn er bezeichnet sowohl das
eigentliche Wintersonnenwendfest als auch die Tage, die mit ihm verbunden sind,
d.h. die Zeit bis zum Jahresbeginn. Auch der Name Weihnachten ist heidnisch.
Yule ist die weihevolle Nacht, in der Baldur wiedergeboren wird. Die Sonne hat
den südlichen Wendekreis erreicht und kehrt nach dem Norden zurück. Der Zweig,
der Baldur den Tod brachte, die Mistel, wird zum Heilssymbol. Licht und Wärme,
die nun kommen werden, feiern wir durch ein Feuer oder durch viel Kerzenlicht.
Der Lichterbaum ist der immergrüne Weltbaum, der nun erstrahlt. Der in
Skandinavien übliche Yulebock (z.B. aus Stroh) ist ein Symbol der kommenden
Fruchtbarkeit und des Schutzes durch Thor, dessen heiliges Tier er ist.
Weil
es das Familienfest ist, bei dem auch die Ahnen dabei sind, derer man dabei
gedenkt und die in der Überlieferung als Wilde Jagd mit Odin durch die
Rauhnächte reiten, gehört Yule zu den wichtigsten heidnischen Festen. Als Wende
des Jahres ist es sogar das wichtigste Fest, an dem alles endet und neu beginnt.
Daher werden bei der Yulefeier alle Feuer und Lichter gelöscht und neu
entzündet. Haus und Hof werden mit Räucherwerk gereinigt.
Esbate

Jeder Vollmond hat einen
Namen, der noch aus der
alten keltischen Tradition stammt:
Wolfs-Mond,
Sturm-Mond, Reiner Mond, Saat-Mond, Hasen-Mond,
Zwei-Einigkeitsmond, Honigwein-Mond, Schicksals-Mond, Gersten-Mond,
Blut-Mond,
Schnee-Mond, Eichen-Mond.
Dazu
kommt in manchen Jahren als 13. Mond der so
genannte Blaue Mond. Dieser ist nicht fest in den Ablauf eingeordnet
sondern
wird in jenem Monat gefeiert, in dem zwei Vollmondnächte
vorkommen.
Wolfs Mond
Der
Wolfs-Mond hat seinen Namen von dem Nachttier das zu dieser Zeit - im
Winter - von Hunger getrieben näher als sonst an die
Menschensiedlungen herankam und mit seinem Geheule Angst verbreitete.
Es
ist die Zeit des tiefsten Winters, doch während der Wolfs-Mond
zunimmt um zum Vollmond zu werden erwacht auch wieder das neue Jahr und
die Zeit des Lichtes fängt an sich zu verlängern.
Es
ist eine Zeit in der man auf gerade beendete Dinge
zurückblickt um
aus den Erfahrungen zu lernen. Sage der Vergangenheit Lebwohl und lass
sie hinter dir, um das neue Jahr empfangen zu können.
Sturm
Mond
Die
Nacht dieses Vollmondes und die Gewittern im Februar bergen viel Magie
in sich. Im Gegensatz zu den lauten Gewittern in der anderen
Jahreshälfte kommen diese Gewitter eher leise herauf und
bedecken
die Erde mit einem Mantel der Kälte und des Schnees. Doch
unter
dieser Decke ruht sich die Natur aus und bereitet sich auf ein neues
Erwachen vor.
Der
Saat Mond
Die
alte Form des Wortes 'Reinheit' (engl. chaste) steht für den
Brauch das neue Jahr mit einer reinen Seele, einem reinen Gewissen zu
beginnen.
So
ist auch die Natur in diesem Monat voll reinem Potential das darauf
wartet sich zu entfalten. Die Lady hat viele Formen: Die Jungfrau, rein
und schön wie der Schnee im Februar, die verführende
Verzauberung der Nacht oder die Alte weise Frau. So wie die Lady ihre
Form nach der Mondphase oder nach ihrem Willen verändern kann
und
sich immer wieder selbst erneuert, so können auch wir - ihre
Kinder - immer wieder neu damit beginnen das Potential das in uns ruht
zu entdecken. Wenn du den Kreis des reinen Mondes ziehst, wenn die
Kerzen angezündet sind und die Kräuter brennen, schau
tief in
dich hinein und entdecke dein Potential was dort darauf wartet - wie
eine Jungfrau - ihre Erfüllung zu finden.
Es
ist die Zeit in der man die Samen setzt, in der realen Welt wie auch in
der geistigen Welt. Ziehe den Kreis in dieser Vollmondnacht. Dann -
bevor das Ritual vorbei ist - wähle die spirituellen Samen aus
die
du pflanzen willst. Pflanze diese Samen Kraft deines eigenen Willens in
die fruchtbare Erde deines Unterbewusstseins zusammen mit dem festen
Vorsatz das du sie düngen und gießen wirst in den
kommenden
Monaten, so dass sie wachsen und Blüten und Früchte
tragen
werden.
Der
Hasen Mond
Das
heilige Tier wurde in römischen Legenden mit dem
Frühling und
der Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Wenn der Hasen-Mond im April
zunimmt kann man die Hasen auf dem Feld hüpfen und spielen
sehen,
sorglos sich dem Trieb hingebend und lustvoll in ihren Gebalge. Wenn du
den Kreis des Hasen-Vollmondes ziehst sollst du genauso lustig tanzen
und in deinem Herzen die sorglose Natur der wilden Tiere
fühlen
die auch Kinder der Götter sind.
Der
Paar Mond
Das
lateinische Wort für 'Paar' bezieht sich auf die
Zwillings-Sterne der Konstellation des Castor und Pollux.
Die
Zeit der heiligen Ehe der Lady mit dem Lord ist die Zeit des Paar
Mondes, die Zeit in der aus Zwei Eines wird, wenn alle Wesen ihre
entsprechendes Gegenüber finden in perfekter Balance und in
vollkommener Harmonie.
Wenn
du den Kreis des Paar Mondes ziehst, schmücke ihn mit
Apfelblüten und entzünde weiße Kerzen. Wenn
der Kreis
gezogen ist, setze dich einen Moment hin und reflektiere in Gedanken.
Versuche Harmonie mit allem das dich umgibt zu erreichen.
Die
dunkle Hälfte des Rad des Jahres trifft nun die helle,
Wärme
trifft Kälte und die Worte der Lady erwachen: " Lass nun in
dir
Schönheit und Stärke herrschen, Kraft und
Leidenschaft, Ehre
und Demut, Fröhlichkeit und Ehrfurcht."
Bevor
das Ritual vorbei ist, ist es angemessen - soweit sich dir die
Möglichkeit bietet - mit deinem Partner eins zu werden,
körperlich und geistig.
Der
Met Mond
Während
des späten Junis und des ganzen Julis wurden die Wiesen
gemäht um Heu zu machen. Nachdem die spektakulären
Blumen des
Mais' vergangen sind und die Bienen ihre Pollen und den Nektar
gesammelt haben, sind die Bienenstöcke voll mit Honig der
darauf
wartet eingesammelt zu werden.
In
frühen Zeiten wurde viel von diesem Honig zu einem
Getränk,
das Met heißt, verarbeitet in einem Gärungsprozess
ähnlich dem des Weines. Daher wird der Mond des Junis' Met
Mond
genannt. In vielen Ländern des frühen Europas hatte
Met den
Ruf magische und sogar lebenserneuernde Kräfte zu besitzen. Es
war
das Getränk von vielen großen Helden in vielen
verschiedenen
Sagen und Mythen. In dieser Vollmondnacht, nachdem der Kreis gezogen
wurde und getanzt wurde, fülle deinen Kelch mit Met,
süßem Wein oder einem Kräutertee mit Honig.
Trinke
langsam den süßen Trunk und sitz ruhig; mache
gleichsam
deinen Körper zu einem Gefäß das bereit ist
eine
höhere Inspiration aufzunehmen. Werde zu einem Met-Kelch der
bereit ist gefüllt zu werden, nicht mit Getränken aus
dem
alltäglichen Leben, sondern mit der klaren, hellen
Flüssigkeit der Erleuchtung. Jedes Mal wenn du dieses Ritual
vollführst wirst du zu einem immer besseren
Gefäß
für spirituelle Inspiration. Wenn die Nacht des Met Mondes
zeitlich nahe an der Sommersonnenwende ist können die
Resultate
aus dieser Übung sehr mächtig sein. Wenn der Met Mond
auf
dieselbe Nacht wie Litah fällt, sollte diejenige, die die
Mondscheinlady anruft besonders vorbereitet werden.
Der
Kräuter Mond
('Wort'
kommt vom angelsächsischen 'Wyrt Plant' und bedeutet
'Kräuter') Wenn die Sonne im Zenit stand wurden die
Kräuter
geschnitten und gesammelt um dann getrocknet und gelagert zu werden.
Dieser
Vollmond ist die richtige Zeit um Kräuter zu sammeln. Wenn die
magischen Kräuter gesammelt wurden und zum trocknen
aufgehängt wurden, ist es an der Zeit den 'Geistern' im
Kräutergarten zu danken und ihnen kleine Opfergaben zu
hinterlassen. Vielleicht flüstern Sie dir Geheimnisse aus der
Kräutermagie zu, wenn du ihnen etwas im Mondlicht opferst.
Der
Gersten Mond
Persephone,
die jungfräuliche Göttin der Wiedergeburt trug ein
Bündel Gerste als Symbol der Ernte.
In
diesem Monat stehen die Kornfelder in voller Pracht, überall
herrscht Überfluss, sowohl in der Natur, als auch im eigenen
Haus,
wo man Kräuter trocknet, Früchte einlegt und in der
Zeit des
Überflusses sich auf die Zeit der Spärlichkeit im
Winter
vorbereitet.
Man
pflückt wilde Gräser und sammelt Kornhalme, um sie zu
trocknen und damit zu Mabon den Altar zu schmücken.
Die
Tage sind heiß, doch die Temperaturen der Nacht beginnen zu
sinken. Das Korn muss eingebracht werden.
Der
Ernte Mond
Der
Vollmond, der der herbstlichen Tagundnacht-Gleiche (Mabon) am
nächsten ist, bringt ein Festessen von der jährlichen
Ernte
auf den Tisch. Da Wein schon immer eine 'heilige' Flüssigkeit
war
und ist, benannten die Heiden, die in diesem Monat die Weintrauben
ernteten, folglich Reb(-stock) Mond.
Wenn
du diese Vollmondnacht feierst und im monderleuchteten Kreis tanzt,
gieße etwas Wein in einen Silberkelch. Versuche, wenn
möglich, vor Ende des Rituals Ihre Reflektion in dieser
Flüssigkeit zu sehen, dann nimm einen Schluck.
Während der
vom Mond gesegnete Wein dich innerlich wärmt, setze dich ruhig
hin
und fühle deinen eigenen Geist, dessen Symbol der Wein ist.
Während
der Körper ruht und der Geist die Oberhand gewinnt kannst du
in
dieser magischen Nacht das Gefühl der Veränderung
empfinden,
die während einer wahren spirituellen Initiierung stattfindet.
Heute
heißt dieser Vollmond 'Ernte Mond' weil erzählt
wird, das in
früheren Zeiten, wo die Ernte noch per Hand stattfand, die
Bauern
dank des Mondlichtes bis spät in die Nacht hinein arbeiten
konnten.
Der Blut
Mond
Es
ist das Monat in dem früher Tiere der Herde und des Hofes
geschlachtet wurden um das Fleisch für den kommenden Winter
einzulagern. Auch sonst wurde so viel wie möglich gesammelt
und in
irgendeiner Weise konserviert, es wurde Jagd auf wilde Tiere gemacht um
auch deren Fleisch der Vorratskammer zuzufügen. Wegen der
häufigen Schlachtungen nannten unsere Vorfahren daher diesen
Vollmond den Blut Mond. Wenn du den Kreis in dieser Vollmondnacht
ziehst, fülle deinen Kelch mit blutrotem Wein (NICHT mit
Blut!).
Sei dir bewusst dass während diesem Rituals nicht nur die
Geister
von verstorbenen Freunden anwesend sein werden (da es ja auch kurz vor
Samhain ist), sondern auch die von Tieren die uns verlassen haben, auch
um uns ihr Fleisch zu geben. Vor allem in unserer heutigen Zeit, in der
es Laufbandschlachtungen und Schlachtfabriken gibt ist es besonders
angemessen in dieser Nacht diesen Geistern zu danken, sie zu segnen und
ihnen ein merry meet, merry part und merry meet again zu
wünschen.
Der
Schnee Mond
Die
Natur kündet die dunkle Jahreszeit an wenn die Sonne am
niedrigsten steht und der erste Schnee fällt. Während
die
Wintersonne abnimmt und der Schnee Mond voll ist, ziehe deinen Kreis im
warmen Licht von vielen Kerzen. Grüße die Mondin und
Ihre
verschneite weiße Landschaft und atme frische Luft
draußen
in der Kälte unter ihrem Licht. Werde so still und ruhig wie
die
Winternacht und rufe dir ins Bewusstsein, dass die Aktivitäten
der
warmen Monate nunmehr hinter dir liegen. Vor dir sind die dunklen
Monate des Jahres. Der Geist ist am aktivsten wenn der Körper
am
ruhigsten ist.
Der
Eichen Mond
Die
Eiche, der heilige Baum der Druiden und des römischen Gottes
Jupiter erscheint am stärksten während er starken
Winterstürmen trotzt. Der Vollmond der zeitlich am
Nähesten
an der Wintersonnenwende (Yule) liegt, ist der Eichen Mond, der Mond
des neugeborenen Jahres, des göttlichen Kindes (nicht
Christkind,
sondern Sonnenkind).
So
wie das Sonnenkind, des geboren wurde um zu sterben und das stirbt um
wieder geboren zu werden (wie das Jahr), hat der Eichenbaum seinen
Stamm und seine Zweige in der unserer Welt; seine Wurzeln jedoch
reichen tief in die 'Untere Welt' hinein (nicht die Hölle),
die
symbolisch für die geistliche Ebene steht.
Während
die Wurzeln tief nach unten in die dunklen Tiefen der Erde reichen,
wachsen seine Äste weit nach oben und werden an ihren Spitzen
von
Mistelzweigen gekrönt. Zu dieser sehr magischen Zeit im Jahr,
während das Licht des alten, 'sterbenden' Jahres schwindet,
und
der Eichen Mond voll ist, ziehe deinen Kreis und trage dabei einen
kleinen Mistelzweig in deinem Haar. Trage ihn dort und
schmücke
den Altar damit als Symbol das dich daran erinnert, dass du - wie ein
Eichenbaum - auch gleichzeitig in zwei Welten bist. Der physischen Welt
und der spirituellen Welt. Wenn du die Lady des Mondes anrufst, bitte
sie um ein wachsendes Bewusstsein, um die spirituelle Ebene und alle
unsichtbaren Kräfte und Wesen die unter uns weilen besser
wahrnehmen zu können.
Blauer
Mond
Der
Blaue Mond findet unregelmäßig statt. In manchen
Jahren gibt
es ein Monat in dem zwei Vollmonde vorkommen. Einer davon ist dann der
seltene 'Blaue Mond'. Daher rührt auch der (englische) Spruch
'Once in a blue moon', was so viel heißt, wie 'sehr selten'.
Die
Nacht des blauen Vollmondes ist eine besonders magische Nacht in der
sehr viel magische Energie frei wird. Eine Nacht, in der man starke
Magie wirken kann!
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